Radierung


Die Entwicklung von der realistischen Darstellung zum abstrakten Bild in der Radierung

                
Schilfwurzel: Linienätzung, 18 x 24, 1967  

Stein in der Landschaft: Aquatinta mit Kaltnadel, 18 x 24, 1971

 


Die Zeichnung und die Druckgrafik mit Schwerpunkt auf der Radierung bestimmen meine künstlerische
Arbeit schon immer. Bis zum Jahr 2000 stellte ich Zeichnungen öffentlich nur dann aus, wenn sie in
einem formalen oder inhaltlichen Zusammen-hang, d. h. als Vorarbeit für Radierungen entstanden sind.
 

                
Fächerobjekt: Linienätzung
1978
Kabelblüte: Linienätzung,
50 x 40, 1979

Ohne Titel: Aquatinta, 50 x 40, 1982 Ohne Titel: Linienätzung und Kaltnadel, 50 x 40, 1982 


Organische Elemente werden mit dem Verfahren der Linienätzung plastisch darge-stellt, technische
flächenhaft - meist mit der Kaltnadel - wie auf einer technischen Zeichnung.

          
Wand: Linienätzung, 50 x 40, 1992
Landschaft: Linienätzung, 19,5 x 24,5, 1992
Landschaft: Linienätzung, 19,5 x 24,5, 1992


Der obere Abschluss der Radierung "Wand" regte zu kleinformatigen Landschaften an.

                
  Unmerklicher Wildwuchs 
  Linienätzung, 25 x 20, 1999
  Mit bloßem Auge zu erkennen
  Linienätzung, 29,7 x 29,7, 1997
Vermutungen über ein Grenzgebiet
Linienätzung, 29,7 x 29,7, 2007

 

          
Aus der Serie "Unterwegs vor Ort": Linienätzung, 40 x 30, 2000
Aus der Serie "Unterwegs vor Ort":
  Linienätzung, 40 x 30, 2000

Aus der Serie "Unterwegs vor Ort":
  Linienätzung, 40 x 30, 2000


Zum Schwarz der Linienätzung

Die Linienätzung verwende ich, um kontinuierliche Übergänge zu erzielen. Damit ein sattes Schwarz
erreicht werden kann, ätze ich nicht nur mit unterschiedlichen Zeiten, sondern lege auch mehrmals einen
neuen Ätzgrund (Wachsgrund ) auf, der jeweils in mehreren Stufen geätzt wird. Dadurch erhält die
Radierplatte eine raue Oberfläche, die kaum noch weiße Reste besitzt, so dass sie wie eine lang geätzte
Aquatinta, wenngleich mit einer anderer Struktur, durchgängig schwarz gedruckt wird. Diese Fläche wird
ebenso wie eine graue sorgfältig mit Gaze ausgewischt. Hellere Stellen wische ich noch mit dem
Handballen heller aus.

Intentionen der letzten Radierungen
Gegenstände sind in der letzten Phase meiner Radierungen nicht mehr vorhanden. Inhalte sind Licht
und Raum. Dabei erstaunt, wie wenig Licht sich gegenüber der Dunkelheit behaupten kann. Bei einer der
letzten Radierungen ist selbst das Weiß durch eine graue Fläche ersetzt. Das Schwarz der Radierung
besitzt eine Tiefenwirkung, so dass im Übergang vom Weiß am unteren Rand zum Schwarz eine räumliche
Wirkung entsteht. (Anmerkung zum Holzschnitt, dessen Schwarz nicht annähernd den Eindruck von Tiefe
erzielt wie die Radierung. In der Holzschnittserie „Schwarzlicht" spielt zwar das Licht mit seinem minimalen
Ausmaß ebenfalls eine Rolle, Räumlichkeit wird jedoch durch Überschneidung erzielt.)



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